Schriftgröße: A A A A

Sterilisation und Kastration - der Unterschied

Kastration:

Bei der Kastration werden die Keimdrüsen entfernt, das heißt beim männlichen Tier die Hoden, beim weiblichen die Eierstöcke. Durch die Entfernung der hormonproduzierenden Drüsen werden die Tiere nicht nur unfruchtbar, sie ändern auch ihr Verhalten. Kater kommen weniger in Konkurrenzkämpfe und unterlassen oder vermindern das Markieren. Vorausgesetzt, der Eingriff erfolgt früh genug, in der Regel mit etwa 7 Monaten.

Kastrierte Kätzinnen / Hündinnen haben weniger Tumore der Milchdrüse als unkastrierte. Nach Entfernung der Gebärmutter kann hier naturgemäß auch keine Erkrankung mehr auftreten. Nach der Operation erfolgt eine hormonelle Umstellung, die Tiere brauchen weniger Futter. Wird dies bei der Fütterung berücksichtigt, nehmen diese auch nicht zu. Der immer wieder zu hörende Satz, die Tiere werden nach der Operation dick, hängt also nur von der Portion Futter ab, die sein Besitzer seinem geliebten Tier verabreicht.

Sterilisation:

Bei der Sterilisation werden lediglich die Samen- bzw. die Eileiter durchtrennt und ein etwa ein Zentimeter langes Stück entfernt. Bei ordnungsgemäßer Operation unterbindet die Sterilisation die Fortpflanzungsfähigkeit genau so wie die Kastration. Das Sexualverhalten bleibt unverändert, die Risiken für Gesäugetumore und Gebärmuttererkrankungen bleiben auch nach der Sterilisation bestehen.

Alle Katzen die bei uns vermittelt werden, sind kastriert. Ist die Katze noch zu jung, erhält der neue Besitzer von uns einen Kastrationsgutschein. Kätzinnen werden in der Regel mit 8 bis 9 Monaten, Kater mit etwa 7 Monaten je nach Gesundheit und Entwicklungszustand kastriert. Beide Geschlechter sollten vor der OP mindestens 12 Stunden nicht mehr gefüttert werden.