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Stadttauben

Brütende Stadttaube

Wohl jeder kennt die Diskussionen um die Taubenplage in Großstädten, deren Kotmassen Gebäude - leider auch viele historische- verunreinigen und auf Dauer auch zerstören. Radikale Lösungen wie z.B. vergiften, einfangen und einschläfern, kommen für Tierschützer selbstverständlich keineswegs in Frage, humane Lösungen gibt es leider nur wenige.

Die humanste und sauberste Lösung ist nach Meinung von vielen Tierfreunden das Einrichten von Taubenschlägen, Anfüttern der Tauben und den Austausch der gelegten Eier, damit keine weitere Vermehrung stattfinden kann.

Städte wie Tübingen, Pforzheim oder Esslingen am Neckar haben mit dieser Methode sehr gute Erfolge erzielt.

Auch die Stadt Freiburg hat jahrelang überlegt, wie sie die Sache in den Griff bekommen kann. Viele Möglichkeiten wurden in Erwägung gezogen und auch der Tierschutzverein Freiburg e.V. war immer darum bemüht, eine gute Lösung für die Tiere wie auch für die Stadt zu finden. Seit September 2004 wird nach jahrelangen Diskussionen nun endlich etwas für bzw. gegen die Stadttauben von Freiburg getan.

Die Stadt Freiburg hat drei schon vorhandene Taubenschläge wieder aktiviert (Historisches Kaufhaus, Rathaus und Martinstor), der Tierschutzverein Freiburg e.V. hat sich bereit erklärt, die Taubenfütterung und die Pflege der Schläge zu übernehmen.

Die Tiere werden angefüttert, d.h. sie bekommen nahrhaftes Futter in den Taubenschlägen angeboten, damit die Bereitschaft der Tiere dort zu brüten, erheblich steigt. In den Schlägen selbst wurden Nisthöhlen eingebaut, die mit Heu, Stroh, etc. ausgestattet sind. Ein- bis zweimal wöchentlich besucht eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereines jeden Taubenschlag, entfernt den Nasskot, füllt die Futternäpfe wieder auf und entfernt die frisch gelegten Eier. Anstatt dieser bekommen die gerade brütenden Tauben Kalkeier ins Nest gelegt. Dadurch wird die Brutzeit künstlich verlängert, Nachkommen der in den Taubenschlägen brütenden Tiere gibt es also nicht und die Gesamtpopulation in der Stadt wird auf längere Sicht stark dezimiert. Auch werden kranke Tiere mit ins Tierheim genommen, damit der Festbestand an Tauben im jeweiligen Schlag gesund bleibt.

Im Jahr 2005 konnten auf diese Weise schon über 400 Eier entfernt werden, also über 400 Nachkommen weniger, die natürlich auch wieder mehrere Generationen von Nachkommen produziert hätten. Das Ansteigen der Gesamtpopulation in Freiburgs Innenstadt konnte somit schon allein im letzten Jahr um mehrere hundert Tauben verringert werden.

Allerdings muss die Bevölkerung immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden, dass es unbedingt von Nöten und für den Erfolg der Taubenschläge absolut notwendig ist, anderweitige Taubenfütterungen zu unterlassen. Viel mehr Tiere würden die angebotenen Taubenschläge annehmen, wenn sie in der Stadt nicht so viel Futter vorfinden würden.

Unser Ziel ist es, die Taubenpopulation in Freiburg enorm zu reduzieren und das auf eine saubere und tiergerechte Art. Bitte helfen Sie mit!

Um die Kosten für die Stadt so gering wie möglich zu halten, wurde ein gemeinsames Konto eingerichtet. Gelder die dort einfließen, werden ausschließlich für die Pflege und Fütterung der Tauben und Instandhaltung der Schläge verwendet.

Taubenschlag Spendenkonto:

Empfänger: Tierschutzverein Freiburg e.V.

Kontonummer: 12218598

Bankleitzahl: 68050101