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Statistiken

Auf dieser Seite werden Zusatzinformationen zum Heftartikel zur Verfügung gestellt, um dem interessierten Leser eine breitere Basis zur Bildung eines eigenen Urteils zum Thema „Kampfhunde“ zu bieten. Hier werden Einzelheiten zum Themenkreis Statistiken präsentiert.

Wenn man sich erstmals mit dem Thema „Kampfhunde“ beschäftigt, kommt schnell folgende Idee auf: „Schau Dir die Statistik an und wenn dort eine Hunderasse durch absolut oder relativ besonders viele oder schwere Vorfälle auffällt, dann ist diese Rasse offensichtlich gefährlich.“ Nun, wie so oft, ist die Realität leider nicht so einfach zu erfassen. In unserem speziellen Fall gibt es folgende Probleme: Existiert überhaupt eine Statistik? Ist diese Statistik vollständig? Ist die Statistik nach den richtigen Kriterien aufgegliedert?

Angenommen, uns läge eine Statistik vor, die diesen Ansprüchen gerecht werden könnte – selbst dann bliebe immer noch der Faktor Mensch völlig unberücksichtigt. Auch die Befürworter von Rasselisten werden nicht behaupten, dass der Halter eines Hundes und dessen Erziehung gar keinen Einfluß auf das Verhalten eines Hundes hat.

Selbst bei einer vollständigen Erfassung aller Vorfälle kann aus der Statistik also nur schwer ein abschließendes Urteil über die Gefährlichkeit einer Hunderasse gefällt werden. Aber immerhin könnten sich aus einer vollständigen Statistik wichtige Anhaltspunkte ergeben.

So hat beispielsweise auch das Bundesverfassungsgericht am 16.3.2004 in einem Urteil zu den Rasselisten (BverfG, 1 BvR 1778/01 vom 16.03.2004) gefordert: "Allerdings muss der Bundesgesetzgeber die weitere Entwicklung beobachten. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Ursachen aggressiven Verhaltens von Hunden der verschiedenen Rassen und über das Zusammenwirken unterschiedlicher Ursachen sowie die tatsächlichen Annahmen des Gesetzgebers belassen noch erhebliche Unsicherheit. Es ist deshalb notwendig, die Gefährdungslage, die durch das Halten von Hunden entstehen kann, und die Ursachen dafür weiter im Blick zu behalten und insbesondere das Beißverhalten der von § 2 Abs. 1 Satz 1 HundVerbrEinfG erfassten Hunde künftig mehr noch als bisher zu überprüfen und zu bewerten. Wird dabei die prognostische Einschätzung der Gefährlichkeit dieser Hunde durch den Gesetzgeber nicht oder nicht in vollem Umfang bestätigt, wird er seine Regelung den neuen Erkenntnissen anpassen müssen."

Dies ist eine eindeutige Aufforderung an den Gesetzgeber, eine aussagefähige bundesweite Statistik erstellen zu lassen, weitere Faktoren wie z.B. den Hundehalter selbst zu berücksichtigen und die bestehenden Regelungen ggf. an neue Erkenntnisse anzupassen. Auch trotz des Hinweises, dass die momentane Regelung keinesfalls wissenschaftlich belegt ist und lediglich auf Annahmen beruht, ist der Gesetzgeber bis heute dieser Forderung nicht nachgekommen!

Bundesweit verfügen wir nur über eine einzige offizielle Todesfallstatistik, die aber nicht nach der Rasse des verursachenden Hundes unterscheidet, sondern nur nach dem Bundesland, in dem sich das Unglück ereignet hat . Ausserdem gibt es noch eine privat erstellte bundesweite Todesfallstatistik, die aber m.E. nicht ganz vollständig ist. Vom Tierschutzbund gibt es eine bundesweite Beissstatistik, bei der nach Rassen, aber nicht nach dem Schweregrad der Verletzung unterschieden wird.

Auf Länderebene gibt es große Unterschiede. Einige Länder erstellen keine Statistik, andere erstellen jedes Jahr eine. Manche Länder führen nur Verletzungen bei Menschen auf, andere auch Verletzungen und Todesfälle bei anderen Hunden oder auch Sachbeschädigungen (z.B. reißen eines Wildtieres oder ins Auto laufen). Einige beispielhafte Zahlen werden hier genauer betrachtet, der Rest ist über Links zu erreichen.

Todesfallstatistik

Bevor hier die Todesfallstatistiken betrachtet werden, muß erst einmal etwas zur Häufigkeit von durch Hunde verursachten Todesfällen gesagt werden, um das folgende richtig einordnen zu können. Denn so schrecklich der Einzelfall, bei dem ein Mensch durch Hunde zu Tode kommt, auch ist, im Vergleich zu anderen Todesursachen stellen diese Fälle eine sehr geringe Größe dar.

Von den 858.768 Todesfällen im Jahr 2010 in Deutschland sind ca. 41% (352689) durch Herz-Kreislauferkrankungen und ca. 25% (218889) durch Krebs, insgesamt ca. 96% durch (mehr oder weniger) natürliche Ursachen, davon angeblich mehrere Zehntausend durch Medikamente (KKH-Allianz) und mindestens 1712 durch „schlechte medizinische Betreuung“ (Focus, 16.2.2012) bedingt. Die restlichen 3,9%, also 33312 Menschen, starben durch nicht-natürliche Ursachen. Dabei ist der Posten „sonstige Unfälle“ mit 20290 der größte (darunter 9479 durch Stürze), 393 starben durch ertrinken bzw. untergehen. 10.021 starben durch Suizid (74% Männer) und 478 durch tätliche Angriffe. 2010 kamen 7 Landwirte durch Großvieh ums Leben. P.a. sterben 5-10 Menschen durch Blitzschlag. Im Zeitraum 1999 bis 2009 starben durchschnittlich 21,5 p.a. durch Pferde und 3,6 Menschen p.a. durch Hunde (Bisse und umstoßen). Wir sprechen hier also von einer Todesursache, die nicht einmal 1% von Mord und Totschlag ausmacht.

Die o.g. privat erstellte Todesfallstatistik von 1968 bis 2005 sieht folgendermassen aus: Es wird von insgesamt 58 Toten berichtet, darunter

• 27 Todesfälle durch Schäferhunde,

• 9 durch Rottweiler,

• 6 durch Doggen,

• 4 durch (Nicht-Kampfhund-)Mischlinge,

• 4 durch Pitbulls,

• 2 durch American Staffordshire,

• 2 durch Staffordshire,

• 1 durch (u.a.) Bullterriermixe,

• 1 durch einen Dobermann,

• 1 durch einen Windhund

• und jeweils einer durch einige andere (Nicht-Kampfhund-) Rassen.

Von den 58 hier aufgeführten Todesfällen wurden 9, also ca. 15,5% ,durch „Kampfhunde“ im engeren Sinne verursacht. Mindestens 25 Opfer waren Kinder unter 12 Jahre. Und mindestens 12 waren über 70 Jahre.

Quelle: www.maulkorbzwang.de/index1.htm ->Statistiken

Da die meisten Statistiken schon ein paar Jahre alt sind, seien hier noch die neuesten tödlichen Vorfälle erwähnt (2010+2011), die ich selbst recherchiert habe. Dabei waren in einem Fall 4 AmStaff-Mixe die Täter, in 5 anderen Fällen Hunde, die in Baden-Württemberg nicht auf der Liste stehen.

Die Beissstatistik des Tierschutzbundes sieht folgendermassen aus:

Man erkennt sofort, dass der größte Teil der Vorfälle von Nicht-Listenhunden verursacht wird. Allerdings fehlen hier Zahlen der einzelnen Populationen, also wird nichts über die prozentuale Häufigkeit ausgesagt. Auch fehlen Angaben über die Schwere der Vorfälle. Trotzdem gibt oben abgebildete Grafik erste Anhaltspunkte.

Länderstatistiken

Um auf die Schnelle einen groben Überblick zu bieten, habe ich einige typische Zahlen (alle in %, ausser mit * markierte Länder) ausgewähler Rassen in der folgenden Tabelle zusammengestellt.

Erläuterungen zur Tabelle:

Die Zahlen geben an, wieviel Hunde einer Rasse in % auffällig geworden sind. Selbstverständlich sind die Zahlen kleiner, wenn nur Angriffe auf Menschen erfasst wurden und größer, wenn alle Vorfälle erfasst wurden. Leere Zellen: Keine Zahlen vorliegend.

Bemerkungen zu den einzelnen Ländern: (1) Bayern: Aus der Diss. von Mikus, Beißvorfälle Hund/Mensch und Hund/Hund aus Gutachten der Jahre 1997 bis 2004.

(2+3) Berlin und Brandenburg: Zahlen von 2003 aus der Studie der FU Berlin von 2005, einschließlich Sachbeschädigungen (z.B. Wild gerissen, ins Auto gelaufen...).

(4) Hessen: Absolute Zahlen, Summen von 2000 bis 2006, alle Bisse / darunter schwere Verletzungen

(5) NRW: Relative Zahlen in %, Beißvorfälle Mensch / Vorfälle Mensch+Tier+sonstige. Durchschnitt von 2003 bis 2007.

(6) RLP: Absolute Zahlen 2010, Verletzung Mensch/Verletzung Hund/Tötung Hund. Jeweils Summe der Rasse und der Rassenmixe.

(7) Thüringen: Absolute Zahlen 2009, Verletzung Mensch leicht/Mensch schwer/ Hund Verletzung / Hund Tötung. Jeweils Summe der Rasse und der Rassenmixe. Hier ist übrigens zu erkennen, dass Listenhunde keineswegs bei Vorfällen überdurchschnittlich oft schwerwiegende Verletzungen verursachen.

Grundsätzlich muß hier natürlich nochmal darauf hingewiesen werden, dass relative Zahlen voraussetzen, dass man die Anzahl Hunde einer Rasse kennt. Man kann wohl davon ausgehen, dass manche Halter von Listenhunden eher versuchen werden, ihre Hunde nicht anzumelden. Und wenn, wie in Freiburg, die Hundesteuer für solche Hunde versechsfacht wird, wird sich dieses (zweifelsohne illegale) Verhalten sicher nicht reduzieren.

Aus dieser Tabelle erkennt man sofort, dass die Zahlen der „Listenhunde“ sich durchaus nicht deutlich von den Zahlen der anderen großrahmigen Rassen wie Schäfer, Rotti oder Dobermann unterscheiden.

Statistiken der einzelnen Bundesländer:

Baden-Württemberg

Diese Zahlen wären für uns in Südbaden besonders interessant. Leider muß ich Sie enttäuschen, denn Baden-Württemberg hält es anscheinend nicht für notwendig, eine Statistik zu führen.

Bayern

Bayern – hier stehen die meisten Rassen, nämlich 18, auf der Liste - führt zwar eine Statistik, veröffentlicht diese aber nicht. Allerdings gibt es eine Doktorarbeit über die „Statistische Auswertung von Sachverständigengutschten über Hunde mit Beissvorfällen in Bayern“ von Roman Mikus. Link: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=978949048&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=978949048.pdf

Mikus kommt zu folgendem Ergebnis: „Hinsichtlich der Rasseverteilung zeigte sich, dass diese der Häufigkeitsverteilung anhand der Welpenstatistik des VDH´s entspricht. Hunde, welche unter die Kathegorie I und II in der Verordnung des Staatsministeriums des Innern vom 10.7.1992 über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit aufgelistet sind, spielen eine untergeordnete Rolle.“ Der Anteil der Listenhunde unter den „Problemhunden“ ist also keinesfalls auffällig oder überdurchschnittlich.

Berlin und Brandenburg

Für Berlin fand ich Statistiken von 2001-2004, für 2007 und für 2008. Für Brandenburg nur für die Jahre 2000-2004. Ausserdem gibt es eine wissenschaftliche Untersuchung der FU Berlin zu auffällig gewordenen Hunden in Berlin und Brandenburg: www.maulkorbzwang.de/Briefe/Publikationen/Studie_Beissvorfaelle_Nuertingen_2005.pdf Aus dieser wissenschatlichen Untersuchung seien hier ein paar Tabellen aufgeführt:

Diese Zahlen geben an, wie viele Tiere einer Rasse auffällig geworden sind. In Brandenburg war das z.B. mit 2,75% mehr als jeder 40. Schäferhund. Unter den Begriff „auffällig“ fällt hier alles vom Angriff auf Menschen über Angriffe auf andere Hunde bis zu Sachbeschädigungen.

In dieser Studie wird auch aufgeführt, dass in Berlin 1998 noch 13,73% der Vorfälle und 2003 nur noch 5,69% der Vorfälle von Listenhunden verursacht wurden. In Brandenburg wurden 1998 10,49% und 2003 13,02% der Vorfälle von Listenhunden verursacht (Achtung: in Brandenburg stehen mehr Rassen auf der Liste!)

Die Statistik für Berlin 2007 ist hier zu finden: http://www.hundegesetze.de/down/berlin2007.pdf

Die Zahlen für 2008 ergeben sich aus einer kleinen Anfrage der Abgeordneten Hämmerling:

http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka16-13208.pdf

Die Statistiken für Brandenburg sind hier zu finden: http://www.hundegesetze.de/down/Statistik_Brandenburg.pdf

Bremen

Für Bremen ist mir nur eine Übersicht über die Jahre 1998 – 2008 bekannt. Hier sind „Beissvorfälle“ und „Beissvorfälle mit Menschen“ aufgeführt, allerdings wird nur unterschieden zwischen „Kampfhunden“ und „anderen Hunden“. Die Zahlen sind wieder einmal klar: 2008 z.B. sind von 121 „Beissvorfällen“ 118 von „anderen Hunden“ (also nicht Kampfhunden) verursacht.

Link: http://media1.weser-kurier.de/media/305/82738181409446/anzahl_der_hundebisse_in_bremen.pdf

Hamburg

Für Hamburg fand ich nicht wirklich viele und aussagefähige Statistiken. Und das, obwohl doch dort der Fall Volkan im Jahr 2000 so großes Aufsehen erregt hatte und daraufhin die Gesetze massiv verschärft wurden. (Der zehnjährige Junge Volkan wurde vor seiner Schule von zwei „Kampfhunden“ zu Tode gebissen.)

Die Zahlen für 2001-2004 sind in folgendem, sehr unübersichtlichen Dokument zu finden: http://www.maulkorbzwang.de/Briefe/statistik/hamburg_2001_2004.pdf

Hamburg teilte damals die Hunde in 4 Kategorien ein, wobei die Kategorien 1-3 Kampfhunde, zum Teil im weiteren Sinne, und Kategorie 0 „normale“ Hunde waren.. Auffällig ist, dass 2003 von 479 Vorfällen 460 von Hunden der Kategorie 0 verursacht wurden.

Auf folgender Seite sieht man die Rassen, die in HH in den Jahren 2006 bzw. 2007 mindestens 10 mal gebissen haben (Hund oder Mensch). Darunter ist kein einziger „Kampfhund“ zu finden:

http://www.ig-hundefreunde.de/cgi-bin/contray/contray.cgi?DATA=&ID=000003090001&GROUP=005

Hessen

Für Hessen gibt es Statistiken für die Jahre 2000- 2007. In folgenden Zusammenfassung wird zwischen leichten, mitteleren und schweren Verletzungen beim Menschen unterschieden. Die Zahlen zeigen wieder, dass der Anteil der „Kampfhunderassen“ recht gering ist: http://www.hundegesetze.de/down/Hessen_2000_2006_Statistiken.pdf

Mecklenburg-Vorpommern

Dieses Bundesland führt keine Statistiken und begründet das mit den Schwächen, die so eine Statistik unweigerlich haben wird. Das diesbezügliche Schreiben ist hier zu finden:

http://www.hundegesetze.de/down/Auskunft_Mecklenburg_120705.pdf

Niedersachsen

Führt keine Statistik:

http://www.hundegesetze.de/down/Auskunft_Niedersachsen_190705.pdf

Nordrhein-Westfalen

Für NRW konnte ich Statistiken von 2001-2007 finden. Hier die Links:

2001: http://www.maulkorbzwang.de/Briefe/statistik/Drucksache13_4041_130904.pdf

2003 - 2005: http://www.hundegesetze.de/down/grafikennrw110806.pdf

2003 - 2006: http://www.hundegesetze.de/down/NRWauswert_hundebericht_2006.pdf

2003-2007: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV14-2232.pdf

Insbesondere in dem vorletztgenannten Dokument erkennt man sehr gut, dass zum Einen die Zahlen zu klein sind, um belastbare Schlußfolgerungen zu erlauben (der Zufallseinfluß ist einfach zu groß) und zum anderen, dass die Zahlen eben nach belieben interpretiert werden. Sehen Sie selbst:

Es wird behauptet, aus den Zahlen könne man entnehmen, „wie unberechenbar einzelne Rassen sein können“. „Die in 2003 und 2005 unauffälligen Rassen Dogo Argentino und Mastino Napoletano werden in 2004 und 2006 zu Ausreißern, deren Gefährlichkeit leicht unterschätzt werden kann.“ Dabei ist wohl jedem Leser sofort klar, dass diese Rassen selten vorkommen und 2003 und 2005 eben keine Vorfälle und 2004 und 2006 eben einer bzw. 2-3 Vorfälle registriert wurden. Diese wenigen Vorfälle, denen man wohl schwerlich systematische Bedeutung beimessen kann, führen dann zu so hohen Zahlen, die hier ganz eindeutig demagogisch instrumentalisiert werden. Hervorzuheben ist der Fall Mastino Espanol: Es ist offensichtlich, dass es dort 2003 genau einen Vorfall gegeben hat – danach keinen mehr. Da es aber nur ganz wenige solcher Hunde in NRW gibt, steht dort eine 1,79, was auf den ersten Blick eine besondere Gefährlichkeit impliziert, die tatsächlich aber gar nicht gegeben ist. Sonst hätte es in den folgenden 3 Jahren doch auch Vorfälle geben müssen.

Rheinland-Pfalz

Statistiken von 2001 bis 2011. Die sind hier zu finden:

http://www.add.rlp.de/icc/ADD/broker.jsp?uMen=86f0ee3e-41cc-301b-e592-613e9246ca93&sel_uCon=aa620730-96cc-b001-33e2-dc13e9246ca9&uTem=7a370f23-4693-aefb-e592-613e9246ca93.htm

Die Statistiken sind als .XLS aufbereitet. Der Anteil der „Kampfhunde“ an Vorfällen ist äußerst klein, allerdings gelten für diese Rassen auch strenge Regeln. 

Saarland

Hier konnte ich (noch) keine Statistik finden.

Sachsen

Sachsen kündigte 2005 an, eine Statistik erstellen zu wollen. Bis jetzt konnte ich aber keine finden.

Sachen-Anhalt

Führt laut Auskunft von 2005 keine Statistik.

Schleswig-Holstein

Es gibt anscheinend eine Statistik für 2001, die konnte ich aber nicht (mehr) finden.

Thüringen

Der Freistaat Thüringen hat lange Zeit keine Statistik erstellt, aber für 2009 gibt es eine: http://www.thueringen.de/imperia/md/content/tim/abteilung2/referat25/hundestatistik_2009.pdf

Hier wird unterschieden zwischen leichten und schweren Verletzungen und Tötungen beim Menschen (gab es zum Glück keine). Ausserdem wird bei Zwischenfällen mit anderen Hunden unterschieden zwischen Verletzung und Tötung. In meinen Augen ist dies eine recht gute Statistik, die aber wieder zeigt, dass die Zahlen die Sonderbehandlung der „Listenrassen“ nicht rechtfertigen.

Im Folgenden finden Sie noch einige weiterführende Links zum Thema „Kampfhunde“:

http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2011/0320/01_hundebisse.jsp?mid=341533

www.maulkorbzwang.de

http://www.hundegesetze.de/

http://www.fr-online.de/rhein-main/buendnis--fordert--neues-hundegesetz-weg-mit-der-rasseliste,1472796,4861036.html

http://www.hundeinfoportal.de/

http://www.tiho-hannover.de/de/kliniken-institute/institute/institut-fuer-tierschutz-und-verhalten/forschung/arbeiten-ueber-gefaehrliche-hunde/?0=

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,799791,00.html

http://wuff.de/artikel.php?artikel_id=963 http://www.wuff.de/cms/

http://de.wikipedia.org/wiki/Hundebiss

http://de.wikipedia.org/wiki/Rasseliste

Literaturliste 

Archer, J.: The Biology of Aggression. Cambridge UP, Cambridge 1987

Deputte, B.L.: Comportements d ´aggression chez les vertebre´s superieurs, notamment chez le chien domestique. Bull. Acad. Vet. France 160, 349 - 358. 2007

GTansloßer, U. Verhaltensbiologie für Hundehalter. Kosmos, Stuttgart 2007 (dort weitere Lit.)

Gansloßer, U (Hrsg): Natürlich aggressiv. Filander, Fürth 2011 (dort weitere Lit.)

Gansloßer, U & P. Krivy: Verhaltensbiologie für Hundehalter - Das Praxisbuch. Kosmos, Stuttgart 2011

Jacobs, C. et al: Neurons expressing serotonin-1B receptor in the basolateral nuclear group of the amygdala in normally behaving and aggressive dogs. Brain Research 1136, 675 - 698. 2005

Serpell, J (ed): The Domestic Dog. Cambrige UP, Cambridge 2005

Strodtbeck, S. & U. Gansloßer: Kastration und Verhalten beim Hund. Müller-Rüschlikon Verlag, Stuttgart 2011 (dort weitere Lit.)