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Tollwut

Tollwut ist nicht nur für Haustiere, sondern auch für den Menschen gefährlich. Die Ansteckung erfolgt häufig durch einen Fuchsbiss, wodurch der virusverseuchte Speichel des Fuchses in den Körper des gebissenen Tieres eindringt. Das gebissene Tier wird dann selber zu einer Ansteckungsquelle. Auch der Kontakt von virushaltigem Speichel mir Kratz- und Schürfwunden oder anderen Verletzungen kann die Erkrankung auslösen. Zu den tollwutgefährdeten Tierarten gehören neben den Füchsen Hunde, Katzen, Fledermäuse, aber auch Wild- und Weidetiere wie Rehe, Schafe und Rinder. Tollwutkranke Katzen und Hunde sind meist ungewohnt aggressiv. Sie leiden an einer Lähmung der Schluckmuskulatur und speicheln daher häufig. Im Falle der "stillen Wut" sind die Tiere teilnahmslos. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es dann zu Schluckbeschwerden, Speicheln, Lähmung des Unterkiefers und der Beine.

Tollwut ist sehr gefährlich und gehört darum zu den anzeigepflichtigen Seuchen. An Tollwut erkrankte Tiere, aber auch Tiere ohne ausreichenden Impfschutz, die mit tollwütigen Tieren in Kontakt gekommen sind, müssen laut Tollwutschutzverordnung ausnahmslos getötet werden.

Die Tollwutimpfung ist nur gültig, wenn sie mindestens 4 Wochen und höchstens ein Jahr vor der Berührung mit einem tollwutkranken bzw. seuchenverdächtigen Tier erfolgt ist. Auch wenn Sie Ihr Tier ins Ausland mitnehmen wollen, ist neben anderen von Land zu Land unterschiedlichen Bestimmungen eine gültige Tollwutimpfung unerlässlich. Zunächst ist bei Ihrem Tier eine Grundimmunisierung erforderlich, d.h. Ihre Katze oder Ihr Hund muss frühestens ab der neunten Lebenswoche, mindestens zweimal im Abstand von vier Wochen gegen diese Krankheit geimpft werden. Nur die Grundimmunisierung mit anschließend jährlich einmaliger Auffrischungsimpfung bietet einen sicheren Schutz gegen diese sonst nur schwer bekämpfbaren Erkrankungen. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass Ihr Tier zum Impfzeitpunkt gesund ist.