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Die häufigsten Katzenkrankheiten

Katzenkrankheiten

Dieser Artikel soll über die häufigsten Katzenerkrankungen aufklären und zugleich deutlich machen, wie wichtig regelmäßige Impfungen und Kastration sind.

FELV (Leukose)

Bei dieser sehr ansteckenden Krankheit handelt es sich um eine leukämieartige Erkrankung der Katze (tumoröse Erkrankung des weißen Antikörpersystems). Diese leider sehr bösartige Krankheit ist durch Bluttests nachweisbar. Übertragen wird das Virus durch den direkten Weg, also von Katze zu Katze, durch Blut, Speichel oder sonstige Körperflüssigkeiten, oder aber durch den indirekten Weg über Gegenstände oder Kleidung. Die Symptome der Leukose sind sehr vielfältig und reichen von Blut im Kot, Appetitlosigkeit und Durchfall, über geschwollene Lymphknoten, Atembeschwerden und starkem Durst und einem veränderten Blutbild bis zur Schwächung des körpereigenen Immunsystems der Katze. Um der Ansteckung von Leukose vorzubeugen gibt es eine Impfung. Jungkatzen können ab einem Alter von 8-10 Wochen zweimal geimpft werden, wobei die zweite Impfung etwa drei bis vier Wochen nach der ersten erfolgen sollte. Erwachsene Katzen sollten nach der Grundimmunisierung jedes Jahr neu geimpft werden.

FIV (Katzenaids)

Die Krankheit FIV ist eine durch das Feline Immunschwäche Virus ausgelöste Infektionskrankheit, auch bekannt unter der Bezeichnung „Katzenaids“ und verläuft wie die HIV-Infektion beim Menschen. Übertragen wird das FI-Virus meist durch Bisse, aber auch bei der Verpaarung. In seltenen Fällen wird es bei der Geburt von der Mutter auf die Welpen oder über die Muttermilch übertragen. Am gefährdetsten sind unkastrierte Freigänger, da diese auch immer wieder in Revierkämpfe verwickelt sind. Die Krankheitszeichen sind sehr verschieden. Meist fällt ein Wechsel zwischen guten und schlechten Phasen des Tieres auf, welche mit Fieber, Abmagerung, Durchfall, Erbrechen und Haarausfall o.ä. einhergehen. Die Erkrankung ist nicht heilbar, jedoch kann eine Katze das Virus recht lange Zeit in sich tragen, ohne dass es zum Ausbruch kommt. Somit kann eine erkrankte Katze noch recht lange ohne sichtbare Symptome leben. Man sollte FIV-infizierte Katzen immer als reine Wohnungskatzen halten und ihnen jeglichen Stress ersparen, da dies immer eine mögliche Ursache für einen Ausbruch sein kann. Bisher gibt es, wie beim menschlichen HIV keinen Impfstoff. Daher ist eine rasche Kastration die beste Prophylaxe.

FIP ( Feline infektiöse Peritonitis – ansteckende Bauchfellentzündung der Katze )

FIP wird durch Coronaviren ausgelöst. Diese kommen bei vielen Tierarten vor, sie sind spezifisch, d.h. sie sind jeweils nur für eine Tierart pathogen (krankheitserregend) und lösen meist nur harmlose Durchfälle aus. Zuständig für die Katze ist das Feline Coronavirus (FECV) – ein Virus, das in erster Linie den Darm besiedelt und mit dem Kot infizierter Tiere ausgeschieden wird. Die Ansteckung anderer Katzen erfolgt durch gegenseitiges Beschnuppern und durch alle Arten von Flüssigkeitsaustausch. Viele Katzen tragen das Virus bereits in sich, nur ein kleiner Teil erkrankt jedoch tatsächlich an FIP. Coronaviren an sich sind relativ harmlos, ca. 70 % der Katzen haben diese bereits im Darm. Zu FIP wird das Virus erst dann, wenn es mutiert, doch ob, wie und wann das der Fall sein wird, kann niemand sagen. Erkrankt ist das Tier also nur, wenn das Virus mutiert ist. Stress, ein geschwächtes Immunsystem oder andere Infektionen können der Auslöser hierfür sein. Ist die Krankheit erstmal ausgebrochen, gibt es keine Heilung mehr. FIP endet immer tödlich. Es gibt zwei Formen von FIP: bei der sog. feuchten Form kommt es zu Flüssigkeitsergüssen in die verschiedenen Körperhöhlen, z. B. die Bauchhöhle. Der Bauch schwillt dann stark an und reagiert beispielsweise auf Berührungen sehr empfindlich. Ergüsse in die Brusthöhle äußern sich durch extreme Kurzatmigkeit und Atemnot. Diese Form der FIP kann durch die typischen Symptome diagnostiziert werden. Bei der trockenen Form der FIP treten Entzündungen der inneren Organe auf, deren Funktion dadurch stark beeinträchtigt wird. Sie ist aufgrund der nicht auftretenden Bauchwassersucht viel schwieriger zu diagnostizieren, Laboruntersuchungen können nur eingrenzende Hinweise liefern. Es gibt mittlerweile eine Impfung gegen diese Krankheit, die allerdings sehr umstritten hinsichtlich der Wirkung ist.

A.G.